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Concept

Unter allen Ambienten eines Hauses ist die Küche das komplexeste und das faszinierendste, der Ort an dem Kochkunst und Geselligkeit aufeinandertreffen, urzeitliche Elemente wie Wasser und Feuer, Hochleistungsmaterialien und moderne Technologien. Arclinea stellt sich dieser Komplexität seit jeher durch ihre Bestrebungen, die technische Präzision mit der funktionellen Präzision und die Innovation der Formen mit der Innovation des Raums zu vereinen. Daher hat sie sich vor vielen Jahren dafür entschieden, mit dem Planer Antonio Citterio zusammenzuarbeiten – um nicht nur Ausstattungen und Einrichtungen zu produzieren, sondern neue Raumkonzeptionen zum Kochen und Leben.

Arclinea Concept

Fast ein leben lang: 35 jahre planung mit Arclinea

Kannst du nach fast 35 Jahren an Zusammenarbeit mit Arclinea eine Art Bilanz dieser Tätigkeit ziehen? Oder in anderen Worten, welche Weiterentwicklung sieht du in eurer Forschungs- und Planungsarbeit hinsichtlich der Räume und der Produkte, mit denen man die Küche „leben“ kann?
Wenn ich meine Planungsarbeit für Arclinea in ein Wort fassen sollte, würde ich „Kontext“ wählen. Unsere Forschungstätigkeit war von Anfang an nicht einzig und allein auf Detaillösungen ausgerichtet, sondern auf die Konzeptidee der – aus verschiedenen Elementen und Details bestehenden – Küche, und darauf, wie sie sich in den Kontext einfügt und zu einem Zeugnis unterschiedlicher Epochen und Lebensweisen wird. Und genau das ist einer der faszinierendsten Aspekte bei der Planung von Küchen: sie verkörpert den gesellschaftlichen Wandel – der von Designern, Architekten und Unternehmen fotografiert oder, in einem gewissen Sinne, vorweggenommen wird. In den 70er Jahren war die Küche ein privater Ort, den es zu verstecken galt: heute ist sie ganz im Gegenteil etwas, das man Freunden gerne herzeigt, und wird eins mit dem Ambiente zum geselligen Zusammensein, ein Konzept, das zuvor ausschließlich dem Wohnzimmer vorbehalten war. Ich würde sagen, die Herangehensweise, die meiner Zusammenarbeit mit Arclinea zugrunde liegt, ist seit jeher durch die Studien geprägt, wie die Küche gleichzeitig ein Raum zum Arbeiten und ein Teil unseres täglichen Lebens sein kann.

Ich wollte bei meiner Planungsarbeit von Anfang an nicht nur auf Formen aufbauen, sondern auf das Konzept eines Ambientes, in dem man Speisen zubereitet und den Tisch herrichtet, in dem man aber auch andere Wohnfunktionen wahrnehmen kann.

Die Trends und die häuslichen Gewohnheiten ändern sich natürlich, doch einige der Küchen von Arclinea, die du vor vielen Jahren designt hast, werden noch heute produziert. Was macht es diesen Produkten möglich, so lange Zeit in einem so komplexen Markt zu überdauern?
Unsere Zusammenarbeit hat vor sehr langer Zeit begonnen: das erste Produkt wurde 1988 vorgestellt. Bereits damals haben wir das strategische Fundament für ein Industrieprodukt gelegt, durch Entwurf von „transversalen“ Komponenten oder, in anderen Worten, standardisierten Elementen, die in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Anforderungen zu einer individuell gestalteten Küche kombiniert werden können. Und so besaß bereits das erste Produkt – das den Namen Italia trägt und noch heute hergestellt wird – einen klaren Bezug zu einem professionellen Konzept: die Abwendung von der klassischen Technologie der „Küchenmöbel“, indem man Edelstahl einsetzte, den Arbeitsplatten eine neue Bedeutung zuwies, sie größer gestaltete und so weiter.

Arclinea Concept
Doppelte Arbeitsinsel Italia: das professionelle „Concept“ trifft aktuelle Anforderungen und beinhaltet präzise Überlegungen zu den neuen Leistungserfordernissen.
Arclinea Concept
Doppelte Arbeitsinsel Italia: das professionelle „Concept“ trifft aktuelle Anforderungen und beinhaltet präzise Überlegungen zu den neuen Leistungserfordernissen.
Arclinea Concept
Der Griff Italia, ein Patent von Arclinea, wird handwerklich gefertigt, mit einem einzigartigen und exklusiven Bearbeitungsverfahren.

Welche Orientierung gibt dir deine Erfahrung als Architekt bei der Planung des Raums für die Zubereitung und den Verzehr von Speisen? Ist sie es, aus der die unterschiedlichen, von dir realisierten Küchenkonzepte entstehen?
Ich komme nochmal auf das Thema der Ausführungen zurück. Während meiner Arbeit als Architekt für Gebäude bin ich auf verschiedene Situationen gestoßen: von der Planung von Häusern für Freunde und Kunden über Hotels, bis hin zu kompletten Wohntürmen, in neuerer Zeit. All diese Erfahrungen waren mir dabei behilflich, besser zu verstehen an welchem Punkt – für mich und für das Publikum – die „Idee Küche“ angelangt war, wie sie funktionieren sollte, was sie verkörpert. Wenn man es sich recht überlegt, symbolisiert die Küche in Wirklichkeit unsere Art zu Wohnen, die Weiterentwicklung unseres Lebensstils. Und so habe ich, als das Esszimmer immer mehr an Bedeutung verlor, im Jahr 2002 für die Küche Convivium an einen großen, in die Insel integrierten Tisch gedacht, der bereits während der Zubereitung des Mittags- oder Abendessens ein Ort des Zusammenseins und der Beziehung zwischen den Menschen sein konnte.

Ich glaube, dass das Geheimnis der „Langlebigkeit“ der Arclinea-Produkte unter anderem im Konzept der Industriekomponenten liegt, die für verschiedene Modelle verwendet werden können, und in der Erneuerung der Typologien.

Funktionalität, Stil, Ästhetik: an welche Stelle würdest du diese Komponenten, in deiner idealen Werteskala, in die Planung für Arclinea oder – allgemeiner gesagt – in deiner Annäherungsweise als Designer setzen?
Ich würde nicht so sehr von Funktionalität als vielmehr von Komplexität sprechen. Bei der Planung von Küchen ist es von grundlegender Bedeutung, nicht vom Äußeren auszugehen, sondern sich auf die komplexen Arbeitsprozesse zu konzentrieren, die im „Ambiente Küche“ ablaufen. Die optische Funktion gestaltet sich parallel zur physischen Funktion. Sie steht letzterer in nichts nach, sondern wird der Komplexität genauso gerecht. Die Wahl eines Materials zum Beispiel ist keine reine Detailfrage: sie ist gleichzeitig auch die Antwort auf ein Bedürfnis. Und so haben wir 2008, während der Realisierung der Insel Lignum et Lapis – eines großen Monolithen, aus nur einem Material, Stahl oder Stein – intensiv an der Form der großen Arbeitsplatte und ihrer Details gearbeitet. Doch die grundlegende Herangehensweise basierte auf der Komplexität dieser Art von Raum: auf der einen Seite Gäste empfangen zu können und auf der gegenüberliegenden Seite alle Arbeitswerkzeuge zu konzentrieren. Außerdem haben wir mit Lignum et Lapis das Konzept des Closets weiter ausgearbeitet, eines geschossenen Raums, der spezielle Arbeitsbereiche beinhaltet und 2002 für das Projekt Convivium konzipiert wurde.

Arclinea Concept
Arbeitsinsel und integrierter Tisch für geselliges Zusammensein: Convivium betont die immer stärker geteilte, zentrale Rolle der Küche im täglichen Leben.

Das heißt, in diesen Produkten findet man auch die Idee einer stark von den Formen geprägten Küche wieder? Oder ist das Konzept des Raums, das jedem neuen Projekt zugrunde liegt, nach wie vor wichtiger?
Ich glaube, der interessanteste Aspekt meiner Zusammenarbeit mit Arclinea ist, keine Modelle, sondern kompatible Elemente zu entwerfen. Jedes entworfenen Element ist auf verschiedene Modelle übertragbar. Elemente, die sich weiterentwickeln können, dabei aber immer Teil eines Systems bleiben: ein offenes System, das seinen Ursprung nie verleugnet. Um einen Vergleich mit der Welt der Informatik anzustellen, handelt es sich dabei um Elemente, die aktualisiert werden können – wie die Updates einer Software. Sie „laufen“ nach wie vor auf demselben System, erneuern sich dabei jedoch im Laufe der Zeit. Bei der Küche Principia wollten wir zum Beispiel, mit dem Konzept der offenen und der geschlossenen Räume, alle Aspekte bestmöglich integrieren, die die Küche zu einem echten, bewohnbaren Raum machen. Bei der Verfolgung dieser Idee der Komponenten als Teil eines Systems arbeiten wir auch an neuen Produkten, die an neue Concepts gebunden sind.

Auch persönliche Erfahrungen – angefangen von meiner Heirat, über die Geburt unserer Kinder bis hin zu ihrem Größerwerden – waren für mich nützlich, um zu verstehen an welchem Punkt die „Idee Küche“ angelangt war, und wie ich sie optimal planen konnte.

Die Qualität dieser Küchen liegt in den Formen, dem Ambiente, aber auch in der Technik. Welche Bedeutung besitzen die Kombination dieser Komponenten, die Details, die Materialien für die Erzielung eines optimalen Resultats?
Ich glaube, es ist uns bei allen Arclinea-Produkten gelungen, diese beiden Komponenten optimal zu kombinieren. So wie wir seinerzeit mit dem Edelstahl die bestmögliche Technologie für die Fertigung der Küche Italia gefunden haben, konnten wir vor nicht allzu langer Zeit Ausführungen wie PVD (Physical Vapour Deposition) einführen, eine spezielle Technologie, bei der die Farbe durch Verdunsten von Titanmolokülen auf dem Edelstahl fixiert wird. Diese Behandlung macht den Edelstahl noch widerstandsfähiger und bereichert ihn mit besonderen Farbgebungen. So passt sich eine Küche, die bereits zu den Klassikern zählte wie Italia, aber auch Nachfolgeprodukte wie Convivium, an den immer anspruchsvollen Geschmack des Publikums an oder – besser noch – lassen ihn entstehen.

Arclinea Concept
Hinter der Tisch-Insel die ausgestattete Wand und Funktionsräume, die von den Schiebe-Falttüren des New Pocket-Systems verborgen werden: für perfekte Arbeitsabläufe in der Küche.
Arclinea Concept
Ein unverwechselbares Design charakterisiert die wie eine „Skulptur“ anmutende Insel Lignum et Lapis: sie ist gleichzeitig als eigenständige Wohneinheit, Arbeitsbereich und Ort für geselliges Zusammensein konzipiert.
Arclinea Concept
Hinter der Tisch-Insel die ausgestattete Wand und Funktionsräume, die von den Schiebe-Falttüren des New Pocket-Systems verborgen werden: für perfekte Arbeitsabläufe in der Küche.

Kannst du uns einen kleinen Ausblick auf die derzeit im Werden befindlichen Projekte geben?
Diese Publikation präsentiert die dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Produktion von Arclinea, doch ist es sicher interessant, auch einen Blick über den heutigen Moment hinaus zu werfen. Zunächst möchte die Frage nutzen, um zu betonen, wie wichtig diese Publikation für mich ist. So wie sie die Gesamtheit der Produkte und der Konzepte präsentiert, auf denen meine Arbeit der letzten Jahre basiert, ist sie für mich eher ein Buch als ein Katalog, und der Verdienst an dieser Art der Kommunikation ist dem Planungsteam zuzuschreiben. Auch diese lange Zusammenarbeit war ein bisschen, wie ein Buch zu schreiben: wir haben „Worte“ ausgewechselt, andere korrigiert, doch am Ende zählt nur, dass es uns gelungen ist, eine Art des Wohnens zu erzählen. Für die Zukunft kann ich vorausschicken, dass wir an der Weiterentwicklung eines Konzepts arbeiten, das ich bei einigen Wohngebäude angewandt habe, vor allem in Fernost. Die beiden wichtigsten Bereiche – die sogenannte „Wet kitchen“ und die „Show kitchen“ – werden unterschiedlich behandelt, aber in ein einziges Produktsystem integriert, um eine Anforderung vorwegzunehmen, die unserer Meinung nach zunehmend Verbreitung finden wird.

Es ist nicht immer einfach, die optimale Methode für einwandfreies Funktionieren und perfekte Ausführungen zu finden. Deshalb arbeiten wir intensiv an einem industriellen Fertigungskonzept, um das richtige Kosten-Nutzen-Verhältnis zu erhalten.

Du bist ein Architekt, der viel konstruiert, gleichzeitig bist du aber auch ein echter Industriedesigner. Wie glaubst du wird sich, aus deiner Sicht, das Design entwickeln, und wie sollte seine Beziehung zur industriellen Produktion aussehen, wie im Falle von Arclinea?
Ich glaube, die Möglichkeit des „intelligenten Überlebens“ für das Design und die Unternehmen, die darauf zurückgreifen, liegt genau darin, dass sie der Idee des Industriedesigns treu bleiben. Der globale Markt fordert heute eine derartige Präzision und Vielseitigkeit der Produkte, dass man sich dieser Anforderung nur stellen kann, indem man das Potential des Konzepts Industrie 4.0 nutzt. Das heißt intelligente Automation, die es möglich macht, mit Hilfe von industriellen Technologien Elemente mit einer hohen, fast handwerklichen Qualität zu produzieren – zum Beispiel eine komplette „nach Maß“ gefertigte oder personalisierte Küche. In diesem Sinne hat Arclinea bereits einen großen Vorsprung und kann daher auch auf dem Markt der Großprojekte problemlos agieren, der für die Zukunft der Unternehmen entscheidend ist. Die Fähigkeit, sich mit großen Zahlen auseinanderzusetzen ist heute unerlässlich, um den Unternehmen ein Maß zu setzen und ihre Geltung zu bestätigen – das gilt auch für Unternehmen wie Arclinea, mit einer sehr langen und konsolidierten Geschichte.

Arclinea Concept
Die Wandverkleidung aus Holz ist mit Türen des Modus-Systems mit horizontaler Öffnung ausgestattet: ein Filter und ein reales Trennelement zwischen den Bereichen der Wohnung und dem Küchenambiente.
Der globale Markt fordert heute eine derartige Präzision und Vielseitigkeit der Produkte, dass man sich dieser Anforderung nur stellen kann, indem man das Potential des Konzepts Industrie 4.0 nutzt.

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